Herne - mehr als nur eine Kirmes

  • Liebes Forum,


    es ist soweit. Die Corona Langeweile hat auch mich erwischt. Ich darf nicht mehr arbeiten gehen. Beschäftigung muss her.


    Deshalb möchte ich euch über die nächsten Tage, Wochen meine Heimatstadt näher bringen. Jeder von euch kennt Herne oder seine Stadtteile Wanne und Eickel. Die Cranger Kirmes ist eine feste Größe in der deutschen Kirmeslandschaft. Zum Glück!


    Allerdings hat Herne auch viele weitere schöne Ecken und die möchte ich euch einfach mal zeigen. Immer mit ein paar Infos zu den Bildern.


    Willkommen in Herne im Herzen des schönen Ruhrgebiets!

  • Rathaus Herne


    Den Anfang macht der wohl, zumindestens politisch, wichtigste Ort. Das Rathaus in Herne-Mitte. Gute Minuten Fußweg von mir steht dieses wirkliche schöne und beeindruckende Bauwerk.

    Gebaut wurde das Rathaus 1912 nach nur 18 Monaten Bauzeit! Ein Zeitrahmen von dem man in unserer Hauptstadt nur träumen kann!


    Begrüßt von zwei Steinlöwen betritt man das Rathaus und kommt in eine große offene Halle. Das Rathaus erstreckt sich über drei Etagen. Es hat unzählige kleine Räume und Büros aber auch diverse Sitzungssäle. Der große Plenarsaal ist dabei der beeindruckendste. Hier wird unter anderem jedes Jahr vor der Cranger Kirmes zur Schaustellerbegrüßung eingeladen.


    Ist man bereit 186 Stufen zu erklimmen gelangt man auf das Podest des Rathausturms. Aus 42 Meter Höhe kann man einen tollen Blick über unsere Stadt genießen.


    Der große Platz vor dem Rathaus wird regelmäßig für den Wochenmarkt, aber auch Veranstaltungen, wie den Feuerabend genutzt.













  • Künstlerzeche Unser Fritz


    Der zweite Stop auf unserer Tour führt uns zurück bis in Jahr 1871. In diesem Jahr wurde die Zeche Unser Fritz im heutigen Herne / Wanne-Eickel gegründet. Benannt nach Kronprinz Friedrich Wilhelm, welcher Ruhrpotts typisch in Fritz umbenannt wurde. So wird hier numa' jeder Friedrich genannt. Der erste Schacht ging bereit über 215 Meter in die Tiefe und das im Jahr 1873! Da sich das Abbaugebiet an der Emscher, , heute am schönen Rhein-Herne-Kanal, als sehr ertragreich bewiesen, kam im Jahr 1885 Schacht 2 dazu. Auch Schächte 3 und 4 kamen später dazu. Die zahlreichen Baumaßnahmen führten dazu, dass die Emscher mit der Zeit nach Norden umgeleitet werden musste. Dies führte auch dazu, das sin ihr altes Bett, der heutige Rhein-Herne-Kanal einzog, mitsamt eigenem Hafen für Unser Fritz.


    Im Dezember 1925 war dann auch wieder Schluss für die Zeche. Der Anfang der Künstlerzeche liegt aber erst im Jahre 1964. Hier entstand die Idee aus der alten Zeche einen Standort für die Kunst zu schaffen. Nach einigen Jahren der stille gelang dies einer Ansammlung von einheimischen Künstlern in 1972.


    Seit dem finden in der Künstlerzeche regelmäßig Veranstaltungen, Ausstellungen und Führungen statt. Heute ist die Zeche Unser Fritz fest in die Ruhrpott Kunstlandschaft integriert und besonders in Herne ein tragender Teil dieser. Das alles in schönster Industriekultur Atmosphäre direkt mit Blick auf den Kanal.